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02.08.2017 09:55

Softbank will mit Taxi-Apps groß rauskommen

TOKIO (Dow Jones)--Der reichste Mensch Japans, Masayoshi Son, öffnet erneut sein Portemonnaie im Kampf um einen Vordersitz bei Taxi-Apps. Selbst die angeschlagene Uber hat er inzwischen auf seinem Radar. Seine Softbank hat laut einem Bericht des Wall Street Journal die US-Firma kontaktiert und liebäugelt mit dem Kauf einer Beteiligung im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar.

Softbank fächert seine unterschiedlichen Investments stark auf. Selbst bei einem Scheitern der Uber-Absichten hat der Konzern bereits mehrere Milliarden Dollar in so ziemlich jede Taxi-App-Firma von China bis Brasilien gesteckt. Zuletzt verbündeten sich die Japaner mit der chinesischen Didi Chuxing für ein Investment in Höhe von 2 Mrd USD in den Uber-Rivalen für Südostasien Grab. Erst im Mai hatte Softbank rund 5 Mrd USD in Didi selbst gepumpt.

Die Logik hinter der Einkaufstour von Softbank liegt darin begründet, dass sie mit Investments in so gut wie alle Firmen letztlich am Gewinner des Taxi-App-Markts beteiligt sein wird. Das klingt eigentlich gut. Aber jedes Mal, wenn Softbank investiert, treibt sie die Bewertungen in diesem noch jungen Sektor in die Höhe. Beispielsweise bewertete das Grab-Investment dieses Startup mit 6 Mrd USD - das Doppelte der Summe, die eine vorherige Finanzierungsrunde im vergangenen September ergab. Alle Top Fünf der Taxi-Apps kommen nunmehr auf einen Marktwert von 130 Mrd USD, so CB Insights. Das sind bereits mehr als die 108 Mrd USD Umsatz, die die gesamte Taxibranche weltweit einfährt, schätzt Goldman Sachs.

In anderen Worten: Softbank tut sich momentan schwer mit hohen Renditen im Taxi-App-Geschäft. Und um die exorbitant hohen Bewertungen zu rechtfertigen, muss es zu einer echten Revolution im Verbraucherverhalten kommen, so dass die Menschen tatsächlich auf ihr eigenes Auto verzichten und lieber ganz auf Uber oder Didi setzen. Das könnte in einem Land wie China realistisch sein, wo es bisher noch relativ wenige Autobesitzer gibt. Doch in autovernarrten Ländern wie den USA oder Deutschland sieht ein solch radikaler Wandel äußerst illusorisch aus. Dow Jones

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