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09.08.2017 10:30

Wachstum in China kühlt sich im Juli ab

BEIJING (Dow Jones)--China steckt inmitten einer sommerlichen Hitzewelle. Das Wirtschaftswachstum des Landes, das im 1. Halbjahr positiv überrascht hat, ist inzwischen aber weniger heiß.

Sowohl die Industrie als auch der Dienstleistungssektor haben im Juli etwas an Fahrt verloren. Es war der erste Rückgang beider Indizes seit April. Allerdings verharrten beide Barometer in der Expansionszone.

Wichtiger als die nackten Zahlen waren die im Einkaufsmanagerindex versteckten Hinweise darauf, dass zwei der in den vergangenen Monaten das Wachstum am meisten stützenden Faktoren - hohe Industriemargen und lebhafte Exporte - an Schwung verlieren könnten.

Der Subindex für Exportaufträge sank um 1,1 Punkte auf 50,9, der stärkste Rückgang seit 2014. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Sorge, waren doch die steigenden Exporte einer der Hauptfaktoren für ein rosigeres Bild von Chinas Wirtschaft in diesem Jahr. Bis zum März 2016 zehrten sinkende Nettoexporte nahezu einen Prozentpunkt des jährlichen Wachstums auf. Anfang des Jahres führte die weltweite Erholung des Handels zu einer gegenläufigen Entwicklung, sprich zu einer Steigerung des Wachstums um nahezu einen halben Prozentpunkt.

Sollten die Handelsdaten für Juli den jüngsten Trend bestätigen, so würde sich das Abwärtsrisiko für das 2. Halbjahr verstärken.

Der deutliche Anstieg der Inputkosten und ein deutlich kleinerer Zuwachs bei den Verkaufspreisen implizieren, dass sich die Margen nach Monaten der Zunahme im Juli wahrscheinlich verringert haben. Im Juni hatte ihr Anstieg die Gewinne der Industrie auf Jahressicht um 19% anschwellen lassen.

Insgesamt bescheinigt der Einkaufsmanagerindex einen guten Zustand. Sollten die Margen aber weiter bröckeln und die Exporte nachlassen, könnten sich die Aussichten für Ende 2017 oder Anfang 2018 verdüstern. Dow Jones

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