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11.07.2018 09:35

Die Samsung-Rekordfahrt ist beendet

SEOUL (Dow Jones)--Samsung Electronics erwartet für das soeben beendete zweite Quartal einen Anstieg des operativen Gewinns um 5%. Damit würde eine vier Quartale andauernde Rekordfahrt beendet. Zudem läge das Ergebnis unter der Markterwartung. Der weltweit größte Hersteller von Smartphones und Halbleitern stellte einen operativen Gewinn von 14,8 Bill Won (11,3 Mrd Euro) in Aussicht. Der Umsatz dürfte auf 58 von 61 Bill Won sinken. Von S&P Global Market Intelligence befragte Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gegenüber dem Rekord aus dem Auftaktquartal gerechnet, aber dennoch mehr erwartet.

Im ersten Quartal hatte Samsung das operative Ergebnis auf Jahressicht um 58% auf den Rekord von 15,64 Bill Won gesteigert. Analysten räumten ein, dass die vom Chipabsatz angetriebene heiße Phase kaum zu halten, geschweige denn zu übertreffen sei. Die Samsung-Aktie ist in diesem Jahr bisher um rund 10% gesunken, der Index der Börse Südkorea um 9%.

Die Verkäufe des neuesten Flaggschiffs des Unternehmens, des Galaxy S9, waren schwach. Die Verbraucher nutzen ihre Geräte länger, und die neuesten Optionen vermöchten sie offensichtlich nicht zu beeindrucken. Lee Seung-woo, Analyst bei Eugene Investment and Securities, erwartet, dass Samsung im laufenden Jahr etwa 31 Mio Galaxy-S9-Geräte ausliefern wird. Das wäre ein dramatischer Rückgang. Vor nur zwei Jahren entpuppte sich das Galaxy S7 mit rund 50 Mio Stück zum meistverkauften Handy des Konzerns.

Auch das florierende Komponentengeschäft steht vor Herausforderungen. Die Preise für NAND-Chips, die zur Speicherung von Fotos und Musik auf Geräten verwendet werden, sind in den vergangenen Monaten stärker gefallen als erwartet, wie Susquehanna-Analyst Mehdi Hosseini sagte. Und für den anderen wichtigen Chiptyp, DRAM, dürften die Preise nach diesem Jahr um 10 bis 15% sinken. Das Wall Street Journal hatte jüngst berichtet, dass Samsung-Rivale Apple bei der Displaytechnologie stärker als erwartet auf die günstigere Variante setzen werde. Die neuen iPhones im Herbst werden wohl mehrheitlich mit LCD-Displays statt mit den teureren OLEDs ausgestattet sein. Auch im kommenden Jahr sollen noch LCDs verbaut werden. Dies würde Samsung schaden. Der Konzern ist Hauptlieferant der im iPhone X verwendeten OLED. Diese Displays, die jeweils etwa 100 Dollar kosten, sollten in diesem Jahr ein wichtiger Gewinntreiber für Samsung sein. Dow Jones

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