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12.09.2018 10:30

China: Ein Plus wird nur im Handel mit den USA verzeichnet

BEIJING (Dow Jones)--Chinas Handelsüberschuss hat sich im August im Vergleich zum Vormonat verringert. Im Handel mit den USA ist das Plus allerdings weiter gestiegen - zu einem Zeitpunkt, da die USA mit weiteren Importzöllen drohen. Die Volksrepublik erwirtschaftete einen insgesamten Handelsüberschuss von 27,91 nach 28,05 Mrd Dollar im Juli, zeigen die Daten der Zollbehörde. Ökonomen in einem Konsens des Wall Street Journal hatten mit einem Anstieg auf 30,6 Mrd Dollar gerechnet.

Die Exporte wuchsen um 9,8% im Vergleich zum August 2017, teilte die Zollbehörde mit. Dies war etwas langsamer als die 12,2% im Juli. Die Einfuhren kletterten im August um 20%, etwa im Rahmen der Erwartungen. Im Vormonat hatte der Anstieg noch 27,3% betragen. Eine gegenäufige Tendenz wurde im Handel mit den Vereinigten Staaten registriert. Im August betrug er nach einer Kalkulation des Wall Street Journal basierend auf den Zahlen der Zollbehörde 31,05 nach 28,09 Mrd Dollat im Vormonat

Die Zahlen kamen einen Tag nachdem US-Präsident Donald Trump sagte, die USA seien bereit für weitere Strafzölle auf Importe aus China im Volumen von 267 Mrd Dollar. Diese kämen zusätzlich zu denen im Umfang von 200 Mrd, die seine Regierung bereits in Erwägung ziehe. Washington erhebt bereits Abgaben von 25% auf Waren aus der Volksrepublik, von denen Waren mit einem Volumen von 50 Mrd Dollar betroffen sind. Die Chinesen haben mit eigenen Zöllen zurückgeschlagen.

Die Handelsgespräche zwischen den USA und China haben bislang keine erkennbaren Fortschritte gemacht. Falls in Kraft gesetzt, wären mit dieser dritte Runde an Importzöllen nach Angaben der US-Statistikbehörde insgesamt Waren im Wert von mehr als 505 Mrd Dollar betroffen, die die USA im vergangenen Jahr aus China importierten.

Unterdessen erhält Trump Rückendeckung aus der Notenbank. Robert Kaplan, Präsident der Federal Reserve Bank of Dallas, zeigt Verständnis für die harte Linie in den Handelsbeziehungen zu Beijing. Er betonte, dass die Probleme mit China, mit dem es seit Jahren hohe Handelsdefizite gebe, angegangen werden müssten. Kaplan, der bei einer Veranstaltung in Dallas sprach, lehnte es allerdings ab, zu den aktuellen Schritten der Trump-Regierung Stellung zu nehmen. Er äußerte zudem seine Hoffnung auf "modernisierte" Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada.

Die US-Notenbank rechnet nach Aussage Kaplans für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 3%. Im folgenden Jahr dürfte sich die Dynamik allerdings etwas abschwächen. Zudem erwartet er einen weiteren Rückgang der Arbeitslosenquote in den Staaten, die im August bei 3,9% verharrte. Auch rechnet er mit einem weiteren Anstieg der Löhne. Er geht davon aus, dass die US-Notenbank an ihrem Zinserhöhungskurs festhalten wird, auf dem Weg zu einem neutralen geldpolitischen Niveau, welches die Wirtschaft weder stimuliert noch bremst. Allerdings machte er keine Angaben, wann er mit dem nächsten Zinsschritt rechnet. Dow Jones

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